Ein Bilderbuchtag …

Ein Bilderbuchtag

Leev Jecke, dass für uns die Tage von Weiberfastnacht bis Aschermittwoch die schönsten im Jahr sind ist ja durchaus logisch. Aber dennoch müssen wir einen Tag besonders hervorheben – den Karnevalssamstag. An diesem Tag fand der Kürtener Zoch nun zum fünften Mal unter unserer Leitung statt. Ein kleines Jubiläum an einem großen Tag!

Schon früh füllte sich das Dorf mit begeisterten Jecken und die aktuellen Sessionshits ertönten von allen Seiten. Beflügelt von der guten Stimmung trafen wir uns schon zeitig zur Aufstellung an der Bergstraße. Nach und nach erschienen die Zugteilnehmer. Eine Gruppe nach der Anderen, die Eine bunter und aufwendiger kostümiert als die Andere. Für uns bereits das erste Highlight und dabei hatte der Zug noch nicht einmal begonnen. Wir staunten nicht schlecht wie viele Jecken dieses Jahr an unserem Zug teilnahmen. Insgesamt waren es ca. 1000! -Grandios!

Pünktlich um 14:11 Uhr ging es dann endlich los – D´r Zoch kütt!
Mit kiloweise Kamelle in den Wurfkästen ging es die Bergstraße herunter in Richtung Dorfplatz. Bereits hier standen unzählige Leute am Wegesrand um den Karneval zu feiern. Ein super Start.
Nach ein paar hundert Metern dann das nächste Highlight, schnell um die Kurve und dann den Blick auf die beiden Dorfplätze gerichtet. Menschenmassen feierten und warteten fast schon sehnsüchtig auf die Gruppen. Dieser Anblick, dass garantieren wir euch, ist absolut einzigartig. Wir kamen aus dem Kamelle und Strüßjer schmeißen gar nicht mehr raus. Lediglich unser Zugkommentator Klemens Dahl konnte uns eine kurze Verschnaufpause verschaffen. Klemens, du hast einmal mehr einen top Job gemacht. Wir hoffen, dich auch in den nächsten Jahren wieder verpflichten zu können!
Schnell war die Pause zu ende, es ging weiter. Und wir hatten das Gefühl wir wären mitten in Köln am Rosenmontag. So viele Menschen am Wegesrand, dass man seine eigenen Freunde und Kollegen nicht erkannt hat. Es regnete Süßigkeiten und Spielzeug, sodass auch die kleinsten Jecken mit vollen Taschen nach Hause gehen konnten.
Ein Strüßjer hier, ein Schnäpschen da und schon waren wir auf der Wipperfürther Straße. Während die eine Hälfte noch schmeißen konnte, musste der Rest schon wieder die Wurfkästen befüllen. Wir wollten ja allen Leuten am Wegesrand gerecht werden.
Nun, in Höhe der Kürtener Banken, trafen die ersten Wagen auf ihrem Rückweg auf die noch Kommenden. Das garantierte Party pur! Es wurde gefeiert was das Zeug hält. Wer brauch da schon Karneval in Rio……
Neu in diesem Jahr war definitiv die Liveübertragung durch Radio Berg. Eine tolle Sache für unseren Karneval. Vielen Dank an das Radio Berg Team und an Mario Fritzen, der Dieses aufgenommen hatte.
Und wo wir schon bei den Danksagungen sind, möchten wir uns an dieser Stelle auch herzlichst bei Michael Berger bedanken, der dieses Jahr die Moderation des Zuges im Unterdorf übernommen hatte. Leider war Caro Klein aus gesundheitlichen Gründen ausgefallen. Michael, wir ziehen den Hut vor deiner Arbeit und deinem Engagement. Vielen, vielen Dank!
Nach der Zugwende am Kreisverkehr in Kürten ging es dann wieder in Richtung Wermelskirchener Straße / Oberdorf. Plötzlich wurde es blau. Und nein, nicht wir und auch nicht der Himmel. An der Raiffeisenbank stand wie schon fast traditionell eine Abordnung der Narrenzunft Neye inkl. Tanzgarde aus Wipperfürth, diesmal sogar begleitet von der KG Baulemann. Wir freuen uns wirklich jedes Jahr, dass ihr mit so einer großen Truppe zu uns nach Kürten kommt. Vielen Dank an euch und wir hoffen auf weitere Jahre, in denen wir gemeinsam den Fastelovend feiern können!
Auf der Wermelskirchener Straße hieß es dann erstmal – Aufräumen! Kaum hatten wir die Wagen von den Kartonbergen befreit, bogen wir auch schon in den Talblick ein. Eine kleine Straße mit großer Bedeutung, so führt sie nicht nur in Richtung Kirche, sondern auch in Richtung unserer Hofburg, der Gaststätte „zur alten Ulme“. Ob das nun auch die Gründe für die vielen Leute am Rand waren dort zu stehen? Wir wissen es nicht. Sicher ist jedoch, die kleine und enge Straße platzte aus allen Nähten. Zeit für uns noch einmal Alles zu geben!
Kurz vor der Kirche war es dann soweit, die Kamelle waren futsch, wir waren leer. Und was macht man, wenn man plötzlich „nichts mehr zu tun hat“? Man feiert!! Und wir wären nicht der KKV, wenn wir nicht noch ein Ass im Ärmel gehabt hätten. Auf Höhe der Kirche, inmitten unzähliger Jecken, dann die Aktion des Tages. Die Musik verstummte, die Leute wurden aufgefordert sich hinzusetzen. Doch unsere Tanzgarde hatte keine Mühe die feierwütige Meute zum Mitmachen zu bewegen. „Hinsetzen“, ertönt es wieder und wieder…. „Wenn der Beat einsetzt, springen alle auf und feiern“. Und nu?

– „Ich kumm us dä Stadt met K“

ertönt unsere inoffizielle Hymne in voller Lautstärke durch das Kürtener Oberdorf. Alle springen, feiern und singen lauthals mit. Das hat mal wieder gezeigt, wir „us däm Dorf met K“ können mindestens genau so gut feiern wie die Jecken in Köln. Kasalla, wenn ihr das gesehen hättet, würdet ihr den Song sofort umschreiben! 😉

Wir möchten uns an dieser Stelle bei unserer Tanzgarde Kürtener Lüüs bedanken, die für diese Aktion verantwortlich ist. Eine geile Sache!

Mit diesem Höhepunkt beendeten wir dann den Kürtener Zug, jedoch nicht den Tag! Nach einer kurzen Stärkung in der Hofburg ging es dann von Zelt zu Zelt und von Kölsch zu Kölsch. Bis spät in die Nacht feierten wir mit den Jecken aus unserem „Veedel“. Danke für diesen großartigen Tag!